28 Jan. Bürgermeister Aras sprach auf dem B40-Gipfel über Kultur, Tourismus und lokale Demokratie
Der Vorsitzende des Verbands der Küstengemeinden der Ägäis und Bürgermeister der Großstadtgemeinde Muğla, Ahmet Aras, nahm am B40-Gipfel des Netzwerks der Balkan-Städte teil, der vom 25. bis 27. Januar in der kroatischen Hauptstadt Zagreb stattfand.
Im Rahmen des Gipfels wurde die Großstadtgemeinde Muğla in das B40-Exekutivkomitee gewählt und gehört damit zu den Städten, die an den Entscheidungsprozessen des Netzwerks beteiligt sind. Beim in Zagreb abgehaltenen Gipfel erhielt Muğla das Recht, im B40-Exekutivkomitee gemeinsam mit Zagreb (Kroatien), Sofia (Bulgarien), Sarajevo (Bosnien und Herzegowina), Thessaloniki (Griechenland), Novo Mesto (Slowenien) und Pella (Griechenland) vertreten zu sein. Mit dieser Entwicklung gewann Muğla innerhalb des B40-Netzwerks, das zu den bedeutenden Plattformen zur Stärkung der Zusammenarbeit zwischen Städten auf dem Balkan und in der umliegenden Region zählt, weiter an Einfluss.
Internationale Zusammenarbeitsgespräche wurden geführt
Im Rahmen des Gipfels führte Ahmet Aras bilaterale Gespräche zur Weiterentwicklung des internationalen Zusammenarbeitsnetzwerks von Muğla. In diesem Zusammenhang fanden Treffen mit dem Oberbürgermeister von Sofia, Vassil Terziev, dem Bürgermeister von Mytilene, Panagiotis Christofas, dem Bürgermeister von Saranda, Oltion Çaçi, sowie mit Vertretern des Verbands der bulgarischen Gemeinden statt. Bei den Gesprächen wurden Möglichkeiten der Zusammenarbeit in den Bereichen gemeinsame Beteiligung an EU-Projekten, kultureller Austausch, nachhaltige Stadtpolitik sowie die Stärkung der regionalen Solidarität erörtert.
Die Bekämpfung der Klimakrise wurde thematisiert
Bei den Gesprächen mit der Gemeinde Mytilene stand insbesondere das Thema Klimakrise, von der beide Städte unmittelbar betroffen sind, im Vordergrund. Dabei wurde ein gegenseitiger Wille zur Entwicklung gemeinsamer Projekte in den Bereichen Schutz der marinen Ökosysteme, Bekämpfung von Waldbränden, nachhaltiger Tourismus sowie Strategien zur Anpassung an den Klimawandel deutlich. Zudem wurde hervorgehoben, dass digitale Demokratieinstrumente, die die Effizienz von Entscheidungsprozessen in den lokalen Verwaltungen erhöhen, eine zentrale Rolle bei der Planung und Umsetzung von Klimapolitiken spielen. In diesem Zusammenhang wurde betont, dass insbesondere eine auf Daten gestützte Steuerung, der Austausch offener Daten, Online-Beteiligungsplattformen sowie mehrstufige Entscheidungsmechanismen unter Einbindung verschiedener Akteure von entscheidender Bedeutung sind.

Botschaft von Bürgermeister Aras zur kultur- und tourismusorientierten Entwicklung
Im Rahmen des Gipfels hielt der Vorsitzende des Verbands der Küstengemeinden der Ägäis und Bürgermeister der Großstadtgemeinde Muğla, Ahmet Aras, zwei separate Reden zu den Themen „Kultur, kreative Industrien und Tourismus als treibende Kräfte der urbanen Entwicklung, Integration und interstädtischen Zusammenarbeit sowie Lokale Demokratie“. In seiner Rede zum Thema Kultur, kreative Industrien und Tourismus erklärte Bürgermeister Aras:
Unsere Stadt Muğla zählt mit ihrem jahrtausendealten kulturellen Erbe, ihren natürlichen Reichtümern und ihrer starken touristischen Infrastruktur zu den bedeutenden Städten des Mittelmeerraums. Wir betrachten den Tourismus nicht nur als wirtschaftliche Tätigkeit, sondern als ein nachhaltiges Entwicklungsmodell, das Kultur, Kreativität und lokale Werte miteinander verbindet. Wir sind überzeugt, dass ein Tourismusverständnis, das sich über alle vier Jahreszeiten erstreckt und Natur sowie lokale Gemeinschaften respektiert, durch die Zusammenarbeit zwischen Städten weiter gestärkt wird.
Bürgermeister Aras: „Ich bin überzeugt, dass Solidarität zwischen den Städten und gemeinsames Denken die wichtigste Stärke sind.“
In seiner Rede zum Thema lokale Demokratie erklärte Bürgermeister Aras: „Mit der demokratischen Kultur, die wir von den karischen und lykischen Zivilisationen geerbt haben, setzen wir konsequent auf ein partizipatives und inklusives Verständnis der lokalen Verwaltung. Wir werden unsere Arbeit für ein Modell lokaler Demokratie fortsetzen, das die Geschlechtergerechtigkeit stärkt und Frauen sowie Jugendlichen eine stärkere Beteiligung an Entscheidungsprozessen ermöglicht. Ich bin überzeugt, dass Solidarität zwischen den Städten und gemeinsames Handeln die wichtigste Kraft beim Aufbau gerechterer und widerstandsfähigerer Städte der Zukunft sind.“
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